Vortrag „Queere Menschen im Nationalsozialismus“

Queere Menschen waren in unterschiedlichen historischen und gesellschaftlichen Kontexten wiederholt Diskriminierung, Ausgrenzung und Verfolgung ausgesetzt.

Nach dem Ersten Weltkrieg entwickelten sich jedoch in zahlreichen europäischen Großstädten vielfältige queere Lebenswelten mit eigenen Lokalen, Vereinen und kulturellen Veranstaltungen.

Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 setzte eine zunehmende systematische Verfolgung ein. Queere Treffpunkte und Organisationen wurden geschlossen bzw. verboten, während Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung und geschlechtlichen Identität zunehmend staatlicher Repression ausgesetzt waren.

Betroffene wurden verhaftet, inhaftiert und in Konzentrationslager verschleppt. Insbesondere homosexuelle Männer waren dort häufig durch den sogenannten „Rosa Winkel“ gekennzeichnet und einer besonderen Stigmatisierung, Ausgrenzung und brutalen Behandlung ausgesetzt.

Vortragender: Sebastian PAY

Bundessekretär von SoHo Österreich und Vizepräsident von Rainbow Rose

Zeit: 22. September 2026, 18:30 Uhr

Ort: VHS Liesing, Seitenfoyer, Liesinger Platz 3, 1230

Anmeldung ist keine erforderlich.

Wir hoffen, Sie bei dem Vortrag zahlreich begrüßen zu dürfen.

Vortrag: „Schwarze Menschen im Nationalsozialismus“

Liebe Interessenten und Freunde des Vereins Steine der Erinnerung,

wir haben uns im heurigen Jahr das Ziel gesetzt, marginalisierter Gruppen im Nationalsozialismus zu gedenken.

Schwarze Menschen stellten in der Zeit des Nationalsozialismus eine marginalisierte Minderheit dar.

Wie wurde mit ihnen umgegangen? Wie lebten sie?

Schwarze Menschen waren auch Häftlinge im KZ Mauthausen.

Der Vortragende nimmt auch Bezug auf den Umgang mit Schwarzen Menschen in der Zeit der Monarchie und der Zwischenkriegszeit.

Vortragender: Univ. Prof. Dr. Walter Sauer, Uni Wien, Institut für Wirtschafts-und Sozialgeschichte

Zeit: 11. Juni 2026, 18:30 Uhr

Ort: VHS Liesing, 1. Stock – Saal 2, Liesinger Platz 3, 1230

Wir hoffen, Sie bei dem Vortrag zahlreich begrüßen zu dürfen.

Anmeldung ist keine erforderlich.

LICHTSIGNAL SYNAGOGE LIESING

Gedenken an die Zerstörung der Liesinger Synagoge im November 1938

Am 10. November 1938 wurde die Synagoge des „Israelitischen Bethausvereins Minjan in Liesing“ im Beisein einer großen Menschenmenge in Brand gesetzt und zerstört.

Zu Brandanschlägen auf Synagogen und Bethäuser und pogromartigen Ausschreitungen gegen die jüdische Bevölkerung Wiens kam es aber nicht erst während des Novemberpogroms, sondern bereits im Monat davor.

Am 6. November 2025, um 18:30 Uhr, wollen wir wieder gemeinsam mit allen Interessierten und Unterstützern der Zerstörung der Synagoge gedenken, an die Opfer der Shoa mahnen und das Bewusstsein für unsere gemeinsame Verantwortung wachhalten.

18:30 – 18:45 Uhr
Stilles Gedenken am Standort der ehemaligen Synagoge Liesing
Dirmhirngasse 112

Anschließend: Lichterzug mit Kerzen zum Amtshaus Liesing
Perchtoldsdorfer Straße 2

19:00 Uhr – Amtshaus Liesing, Festsaal
Gedenkveranstaltung mit Evelyn Steinthaler
„Wegschauen war eine politische Handlung“
und dem Orchester Wiener Kunstkommission

Begrüßung:
Gerald Bischof (Bezirksvorsteher)
Gerald Netzl (Verein Steine der Erinnerung Liesing)

Musikprogramm:
Kompositionen von Franz Ippisch, Herbert Zipper, Marco Frank,
Emile Jules Borremans und Peter Illavsky
mit der Uraufführung „Good bye, Waltraut“,

eine musikalische Hommage an das langjährige Engagement unserer leider viel zu früh verstorbenen Obfrau Waltraut Kovacic – für das Gedenken und gegen das Vergessen.

⚠️ Wichtiger Hinweis:
Die Plätze für die Veranstaltung im Amtshaus sind begrenzt – eine Anmeldung ist erforderlich!

👉 Anmeldung per E-Mail unter: liesing@la21.wien oder über den QR-Code auf der Einladung im Anhang.

Wir freuen uns auf Sie!

Gedenkbegehung für Alfred GOLDHAMMER und Apollonia und Florian BINDER

Der Verein Steine der Erinnerung in Liesing lädt Sie sehr herzlich dazu ein, am Freitag, den 27. Juni 2025, um 17:00 Uhr, an einer Gedenkbegehung teilzunehmen.

Im Mittelpunkt stehen diesmal drei Menschen stehen, die aufgrund ihres Widerstandes gegen den Nationalsozialismus am „Landgericht“ Wien hingerichtet wurden.

Im „Grauen Haus“ wurden während der Zeit der Annexion Österreichs durch das Deutsche Reich zumindest 1.200 zum Tode Verurteilte mit dem Fallbeil enthauptet, darunter mehr als 600 dem Widerstand Angehörige (Quelle: Friedrich Forsthuber).

Wir gedenken

Alfred GOLDHAMMER in Triester Straße 235, und, unmittelbar im Anschluss daran,

Apollonia und Florian BINDER in Altwirthgasse 4.

Beide Steine befinden sich im 23., anbei der Lageplan zur besseren Orientierung. Wir beginnen um 17:00 Uhr in der Triester Straße 235.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen.

Gedenkbegehung für Familie POLLAK

Der Verein Steine der Erinnerung in Liesing lädt Sie dazu ein, am Samstag, den 24. Mai 2025, um 13:45 Uhr, an der Breitenfurter Straße 267 (Stadtpark Atzgersdorf) an der Gedenkbegehung für Familie POLLAK teilzunehmen und mit uns gemeinsam der Opfer des Holocaust und des nationalsozialistischen Terrors zu gedenken.

Familie Pollak besaßen auf dem Gelände des heutigen Stadtparks und des Mühlengrunds ihre Lederwarenerzeugung und Villa. Der einstige Besitzer Gustav Pollak verstarb 1933, fünf Jahre später wurden seine Familienmitglieder und Erben von den Nationalsozialisten zum Verkauf ihres Besitzes gezwungen. 1941 nahmen sich Anna, die Witwe Gustav Pollaks, und sein Sohn Hans, zusammen mit seiner Ehefrau Marianne, das Leben. Tochter Franziska Drach (geb. Pollak) gelang zwar die Flucht nach Tschechien, doch wurde sie dort verhaftet und 1944 in Auschwitz ermordet.

Die Veranstaltung war ursprünglich für Samstag, den 14. September 2024, geplant, musste seinerzeit aber kurzfristig aufgrund widriger Witterungsverhältnisse abgesagt werden.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen.

Gedenkbegehung für Karl SCHAFHAUSER

Der Verein Steine der Erinnerung in Liesing lädt Sie dazu ein, am Dienstag, den 11. Februar 2025, um 16:45 Uhr, in Elisenstraße 37 (gegenüber Wien Süd), 1230 Wien, an der Gedenkbegehung für Karl Schafhauser teilzunehmen.

Karl Schafhauser, ein 23-jährige Arbeiter, Schutzbündler und Mitglied der Kinderfreunde, wurde am 21. April 1932 bei einem Zusammenstoß mit Nationalsozialisten auf der Höhe Breitenfurter Straße 360 von einem SS-Mann erstochen und wurde damit zum ersten Opfer politischer Gewalt in Liesing. Das Verbrechen fand während einer Versammlung, drei Tage vor den Landtagswahlen in Niederösterreich, Salzburg und Wien, statt.

Die Sozialdemokratischen FreiheitskämpferInnen übernahmen die Patenschaft des Gedenksteins.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen.

Virtuelle Gedenksteinverlegung für Richard RAAB und Vortrag zu den Wiener „Schlurfs“

Wir laden Sie herzlich zu einer virtuellen Gedenksteinverlegung für Richard RAAB, einem 17-jährigen Opfer des nationalsozialistischen „Euthanasieprogramms“, ein.

Danach referiert Dr. Anton TANTNER (Privatdozent am Institut für Geschichte an der Universität Wien) zum Thema Die „Schlurfs“ von Wien. Jugendsubkulturen im Nationalsozialismus.

Der Vortrag exploriert das Umfeld von Arbeiterjugendlichen, die sich vor allem in den 40er Jahren in Wien einen Stil aneigneten, der seine Elemente dem durch die Kulturindustrie verbreiteten Jazz entnahm und in Opposition stand zu herrschenden Normen und einer von nationalsozialistischer Ideologie durchdrungenen Jugendkultur.

Die Veranstaltung findet am 29.11.2024, mit Beginn um 19:00 Uhr, im Bezirksmuseum Liesing (Canavesegasse 24) statt.

https://shorturl.at/iIGsF

Gedenken an die Zerstörung der Liesinger Synagoge

Das Gedenken an die Zerstörung und das Novemberpogrom in Wien wurde dieses Jahr am 7. November 2024 begangen.

Wir möchten uns bei allen, die daran teilgenommen haben, sehr herzlich bedanken, auch dafür, dass sie damit solidarisch ein Zeichen wider des Vergessens gesetzt haben. Erinnern geht uns alle an.

Unser Dank geht auch an Bezirksvorsteher Gerald Bischof für die einleitenden Worte zum Gedenken, an Andrew Solomon, Vorstandsmitglied der Liberalen Jüdischen Gemeinde Wien Or Chadasch und an den Kulturvereins Vienna Royal Philharmonic.

LICHTSIGNAL SYNAGOGE LIESING – Gedenken an die Zerstörung der Liesinger Synagoge im November 1938

Am 10. November 1938 wurde die Synagoge des „Israelitischen Bethausvereins Minjan in Liesing“ im Beisein einer großen Menschenmenge in Brand gesetzt und zerstört. Zu Brandanschlägen auf Synagogen und Bethäuser und pogromartigen Ausschreitungen gegen die jüdische Bevölkerung Wiens kam es aber nicht erst während des Novemberpogroms, sondern bereits im Monat davor.

Am 7. November 2024 gedenken wir wieder gemeinsam der Zerstörung der Liesinger Synagoge, diesmal zusammen mit Or Chadasch – Liberale Jüdische Gemeinde Wien und dem Kulturverein Vienna Royal Philharmonic (unter der Leitung von Peter Illavsky), der Kompositionen der vetriebenen jüdischen Komponisten Franz Ippisch und Herbert Zipper spielt.

Beginn: 7. November, 19:00 Uhr, Liesinger Platz

Gedenkworte spricht Bezirksvorsteher Gerald Bischof.

Die Veranstaltung endet nach einem Lichterzug mit Kerzen zum ehemaligen Standort der Synagoge in der Dirmhirngasse 112 und einem Stillen Gedenken.

Zum Sichtbarmachen der Synagoge mit Lichtsignalen ersuchen wir Sie, Kerzen oder Taschenlampen mitzubringen.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen.

Im Kontext Demokratie: Ella-Lingens-Vortragsreihe

Der Verein Steine der Erinnerung in Liesing kooperiert mit wohnpartner https://wohnpartner-wien.at/ im Rahmen einer fünfteiligen Vortragsreihe mit dem Titel Im Kontext Demokratie: Ella-Lingens-Vortragsreihe (siehe unten).

Wir möchten Sie dazu auf eine ÄNDERUNG aufmerksam machen:

Der Vortrag Die Bedeutung von Theodor Herzl für Wien heute von Frank STERN muss leider abgesagt werden und wird nach Möglichkeit zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt.

Stattdessen laden wir Sie herzlich zu einem Vortrag von Gerald NETZL mit dem Titel Jüdisches Leben in Liesing ein.

WANN? Dienstag, 15.10.2024, 18:30 Uhr

WO?      Ella-Lingens-Hof, wohnpartner-Grätzl-Zentrum Atzgersdorf
                 Steinergasse 36/5/R01

Wir freuen uns auf Ihr Kommen.